VITA

Kurzbiografie

Ich wurde 1968 in Potsdam geboren. Nach 1990 arbeitete ich als Schauspielerin und Sängerin in Potsdam, Berlin, Kassel und in einem Wandertheater, meine Söhne waren da schon mit dabei. Bevor ich mich ganz der Malerei zuwandte, machte ich Fotos und zeichnete viel mit Tusche in selbstgebauten, großformatigen Büchern. Es sollte gefasst sein und nicht herumfliegen in vielfacher Hinsicht, eine Möglichkeit, das Erlebte zu erden.

2004 bewarb ich mich an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, 2005 begann ich dort mein Diplomstudium der Malerei. Die intensive Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Positionen und Arbeitsweisen prägte meinen Weg. Vor meinem Diplomabschluss 2012 verbrachte ich im Rahmen des Erasmus-Programms ein Jahr an der Accademia di Belle Arti in Rom. Die Begegnung mit der römischen Perspektive auf die Malerei ließ mich die besonderen Erfahrungen meines Leipziger Studiums neu sehen.
Heute arbeite ich in meinem Atelier auf der Baumwollspinnerei Leipzig und unterrichte Malerei und Zeichnung.

Meine Malerei beschäftigt sich mit Zuständen, Räumen und Orten sowie mit dem Verhältnis von Zeit und Raum. Mich interessiert die Vorstellung, dass Räume sich in Zeit wandeln und Zeit zu einem Raum wird. Diese Übergänge lassen sich nicht eindeutig benennen oder festhalten. Sie werden vielmehr in der Wahrnehmung spürbar und finden ihren Ausdruck in der Malerei.

Die Farbe ist dabei Ausgangspunkt und eigentliche Trägerin meiner Arbeit. Ich mische meine Eitempera selbst aus Pigmenten und arbeite mit Öl und Eitempera auf Leinwand sowie mit Aquarell, Tusche oder Kohle auf Papier.

Meine Arbeit ist prozesshaft, experimentell und forschend. Im Bild suche ich nach einer Verdichtung von Wahrnehmung und Erfahrung – nach etwas, das sich als ein Stück Welt im Bilde zeigt. Die Farbe wird mir selbst dabei die Beste Lehrerin sein.

Berit Mücke